Workshop 3: Digitalisierung und Kapitalismus – Perspektiven emanzipatorischer Bildung
Workshop 3: Digitalisierung und Kapitalismus – Perspektiven emanzipatorischer Bildung
Zweifellos hat sich der Kapitalimus bzw. haben sich marktwirtschaftlich organisierte Gesellschaften weltweit im wesentlichen durchgesetzt. Dennoch unterscheiden sich diese wieder zunehmend im Hinblick auf z.B. Demokratie, Freiheit, Menschenrechte oder soziale Standards. Dennoch haben diese Gesellschaften in einer ökonomisch, politisch und kulturell vernetzten Welt in gleicher Weise einen tiefgreifenden strukturellen Umbruch (Digitalisierung im Kontext v. Klima-, Finanzkrise, Verbrauch von und Zugang zu Ressourcen, mangelnder Nachhaltigkeit der Ökonomie, sozialen Verwerfungen, Kriegen) zu bewältigen. Einen Umbruch, der, zumindest noch, sehr unterschiedliche Veränderungen in allen Lebens- und Arbeitsbereichen der jeweiligen Gesellschaften (Stichwort Globaler Norden und Globaler Süden) zur Folge hat. Dementsprechend kann auch Medienbildung und Digitalisierung nicht jenseits von technologischen, ökologischen, wirtschaftlichen, sozialen und weiteren Rahmenbedingungen gedacht werden. Davon ausgehend erfolgt im Workshop eine kritische Einführung zur Analyse einer digital-kapitalistischen Gesellschaft, die sowohl postulierte positive Wirkkräfte der Digitalisierung als auch wachsende ökologische und gesellschaftliche Schäden fortschreitender Digitalisierung sowie Daten- und Überwachungsmechanismen in den Blick nimmt. Die Diskussion nach grundsätzlichen Alternativen stellt dabei kein Tabu dar. In einem weiteren Teil haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, pädagogische Methoden kennenzulernen und zu erproben, deren Ziel es ist, alternative Lösungen in pädagogischen Kontexten und bildungspolitischen Öffentlichkeiten einer sozial-ökologischen und demokratischen Digitalisierung auch im Sinne freien und offenen Wissens zu befördern.
Referenten:
Andre Sobotta / Joscha Morgenthal

